Alarmierung

Laute Alarmierung

Durch die »Laute Alarmierung« über Feuer-Alarmsirenen verkürzten sich die Ausrückzeiten der Freiwilligen Feuerwehren erheblich, was ein frühes Bekämpfen des Feuer ermöglichte.


Vollbrände mit totaler Zerstörung der Brandobjekte und hohen Sachschäden ließen sich fast verhindern. Leider rief – und ruft auch heute noch – diese Art der Alarmierung immer auch Schaulustige auf den Plan, die dann sogar im Konvoi den Einsatzfahrzeugen folgen und nicht nur die Arbeit der Feuerwehr an der Einsatzstelle behindern, sondern sich auch selber gefährden.

 

 

Stille Alarmierung

Die im Zuge des technischen Fortschritts entwickelte sich die »Stille Alarmierung«, die in den 80er Jahren durch die Verteilung der ersten analogen Funkmeldeempfängern bei den Feuerwehren der Stadt Springe Einzug hielt. Die wenigen Geräte wurden an die Kameraden der Ortsfeuerwehren verteilt, sodass ab sofort nicht mehr die gesamte Ortfeuerwehr alarmiert zu werden brauchte, wenn »nur« ein Papierkorb brannte oder eine kleine technische Hilfeleistung anstand. Später wurden weitere dieser sogenannten »Pieper« angeschafft und auf für den Ortsteil angepasste Alarmschleifen entwickelt. Hierdurch war es möglich, auf Alarmstichwort – je nach Schadenslage und Umfang – eine bestimmte Anzahl von Einsatzkräften zum Einsatzort zu schicken. Mit dem Nebeneffekt, dass der Kommune durch Wegfall etwaiger Ansprüche auf Lohnfortzahlung meist gänzlich Kosten erspart blieben bzw. sich auf ein Minimum reduzierten.

 

 

Digitale Meldeempfänger (DME)

Seit Februar 2005 werden die Einsatzkräfte der Feuerwehren der Stadt Springe überwiegend über digitale Meldeempfänger (DME) zu ihren Einsätzen gerufen. Diese DME »piepen« nicht nur, einige sind auch mit einem Display ausgestattet, auf dem nicht nur Textnachrichten, sondern die Einsatzart und Einsatzort, mit Adresse angezeigt werden; dieses System ist noch erweiterungsfähig. 

 

Digitale Meldeempfänger Digitale Meldeempfänger 2

 

 

Feuerwehr- und Rettungsdienstleitstelle Hannover

Notrufe aus dem hiesigen Bereich über die in Deutschland einheitliche Feuerwehr-Notrufnummer 112 gelangen an die rund um die Uhr besetzte Feuerwehr- und Rettungsdienstleitstelle in Hannover. Die in der Regionsleitstelle (RLS) eingesetzten Disponenten, alle ausgebildete Feuerwehrmänner und Rettungsassistenten, alarmieren die zuständige örtliche Feuerwehr über DME und Sirene, die gemäß Alarm- und Ausrückordnung zum Einsatzort ausrückt. Über die Leitstelle Hannover wird ferner der gesamte Rettungsdienst in der Region Hannover abgewickelt; Einheiten des Technischen Hilfswerks sowie des Katastrophenschutzes werden gleichfalls von Hannover aus alarmiert. Weiter unterstützen die Disponenten den Einsatzleiter vor Ort mit erforderlichen Informationen (z.B. Stoffdaten bei Gefahrguteinsätzen) oder telefonischen Kontakt zu anderen Behörden, weiteren Alarmierungen zur Unterstützung der Kräfte am Einsatzort usw.